Chronik

 

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Historische Entwicklung der Luisenstadt

Die 1802 nach der damaligen Königin benannte Luisenstadt besitzt eine lange Tradition. Um 1600 begann die Entwicklung der zunächst aus Gärten, Äckern und Vorwerken bestehenden Köpenicker Vorstadt, ehe der königliche Gartenbaudirektor Peter Josef Lenné in den Jahren 1840/41 im Auftrag des preußischen Königs die planerische Grundlage für die Bebauung des "Cöpenicker Feldes" schuf. Noch heute bestimmen die im Plan festgelegten Straßenraster, Schmuckplätze und Points de Vues in weiten Teilen den Charakter des Stadtteils.

Im Zuge der Industrialisierung und dem damit verbundenen rasanten Ausbau der Luisenstadt entstand im 19. Jahrhundert die typische kleinteilige Mischung von Wohnen und Gewerbe. Die Bildung der neuen Stadtgemeinde Groß-Berlin im Jahre 1920 führte schließlich zur Aufteilung des Areals zwischen den Bezirken Mitte und Kreuzberg. Mit den Bombardierungen im Februar 1945 wurden weite Teile der Luisenstadt zerstört.

Nach den Trümmerbeseitigungen und der Wiederherstellung beschädigter Wohnungen entstanden in der Luisenstadt die ersten Siedlungen des Wiederaufbaus. Als Demonstrationsobjekt der Bundesregierung wurde unmittelbar an der Sektorengrenze ab 1956 die Otto-Suhr-Siedlung im sozialen Wohnungsbau errichtet. Als Teil des Programms zur Neugestaltung des Berliner Stadtzentrums wurde auf der 11. Tagung der SED 1957 der Bau des Heinrich-Heine-Viertels vorgeschlagen.



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